ingredients for Padellata di Maiale

Padellata di Maiale con Cavolo Nero o Rapini

Gebratenes vom Schwein mit Schwarzkohl und frischer Polenta

Dieses Rezept hat Zita oft im Herbst oder Winter bereitet. Dann hatte sie immer alle Zutaten zur Hand. Im Garten wuchs der Schwarzkohl oder Braunkohl (eine andere Art von Grünkohl, der weder schwarz noch braun ist, sondern dunkel grün) oder Rapini (Blätter des Kohlrabi). Die Speisekammer bot Schweinefleisch und Würste, frisch oder unter Speck gelagert, und die rote Tomatenpaste aus reifen in der Sonne getrockneten Tomaten.
Das Gericht wurde mit Polenta serviert und sah dann eher wie ein Gemälde aus, als etwas zu essen. Die hellgelbe Polenta bedeckt von Zutaten in braun, rot und grün.
Zita machte dieses Gericht wie gesagt oft, aber immer nur wenn sie sicher war, dass die ganze Familie daran teilnehmen konnte. Ich erinnere mich noch, wie wir alle um den großen Küchentisch herum saßen, Zita und Stefano mit all ihren Kindern und deren Familien, Onkel, Tanten und all wir Enkel.
Ich war die Jüngste und bekam daher als Letzte; aber keiner durfte zu essen beginnen bevor das Tischgebet gesprochen war und Großvater Stefano die erste Gabel in den Mund nahm. Jedes mal wenn ich dieses Gericht vorbereite sehe ich sie alle um den Tisch herum sitzen und über wichtige Familienereignisse sprechen. Das Feuer in der Ecke wärmte ebenso wie der Rotwein, den alle im Glase hatten – egal wie alt wir waren, man konnte sich darauf verlassen, dass Großvater Stefano einem etwas geben würde. Hier ist nun, was man für das Gericht benötigt:

  • Für 6 Personen 3 Pfund Schwarzkohl oder Rapini (hier sind die Blätter vom Kohlrabi gemeint) 10 Minuten in Salzwasser blanchiert.
  • 3 oder 4 Knoblauchzehen
  • 2 Pfund italienische Wurst (ohne Fenchel) - bei uns wäre es Mett in Naturdarm
  • 2 Pfund Schweinefleisch in kleinen Stücke geschnitten
  • 1 ½ Tassen sehr kleine Würfel italienischen Schinken oder Bauchspeck in kleiner Pfanne gebraten (die Hälfte davon beiseite legen für die Polenta)
  • 1 große weiße Zwiebel in Scheiben
  • 2 Tassen Rotwein
  • ¾ Tasse extra vergine Olivenöl
  • 5 oder 6 Lorbeer-Blätter
  • ½ Tasse Tomatenpaste in ½ Tasse Wasser
  • Salz und Pfeffer nach Gutdünken
  • für die Polenta:
  • 1 Pfund Maismehl
  • 2 Tassen Gemüse- oder Rinderbrühe

Die Schweinefleischstücke 2 Stunden lang in dem Rotwein marinieren mit den Lorbeer-Blättern und der Zwiebel.
Danach das Fleisch in einen Topf geben (groß genug, um alle Zutaten aufzunehmen; ich bevorzuge Aluminium oder Terracotta-Töpfe), hinzu das Olivenöl, Zwiebeln und Lorbeer-Blätter, im Augenblick noch nicht der Rotwein.
Auf mittlerer Hitze goldgelb schmoren. In kleinerer Pfanne die Wurst und den Knoblauch anbraten, den Knoblauch nicht anbrennen lassen. Nunmehr kommen alle Zutaten zum Fleisch in den Topf und unter häufigem Umrühren in halbbedecktem Topf mindestens eine Stunde dünsten lassen, auf jeden Fall bis alle Zutaten weich sind. Servieren Sie den Eintopf wie Zita, auf einem großen Servierteller zuunterst die Polenta, darauf geben Sie dann das Fleisch und alles weitere – und stellen Sie sicher, dass Sie ein gutes Glas Rotwein zur Hand haben.
PS: Ich glaube in einem meiner Rezepte schon gesagt zu haben, dass man mit der Polenta schummeln darf; wenn man das also tut brauch man die vorgekochte Polenta nur 10 Minuten lang umrühren, bitte nicht vergessen, die beiseite gelegten Speckwürfel beizufügen, dies wird dem Gericht einen extra  touch verleihen. Buon Appetito