san-frediano-lucca

Ursprüngliche Rezepte & Anekdoten aus der Lucchesia

Manuela und ihre Rezepte -  Maria die Köchin - Nonna Zita
Lucca Toskana Rezepte und Geschichten - alte Familien Rezepte und köstliche Familienerinnerungen aus einer fast vergessenen Zeit.

  • Man sagt: "in Lucca, Toskana, werden Familienrezepte ausschließlich an die eigene Tochter weitergegeben, vorzugsweise in letzter Minute".

Diese Tradition kann man dann zurückverfolgen bis zur legendären Figur der heiligen Zita, die vor langer Zeit in der Kirche San Frediano in Lucca beigesetzt wurde – aber das ist eine andere Geschichte.... In unserem Falle liegen die Dinge anders. Manuela, eine kuragierte und lebensbejahende Dame aus Lucca erzählt uns Geschichten aus ihrem Leben, dem ihrer Vorfahren und, da Essen ein wichtiger Bestandteil der Toskana Kultur ist, lüftet sie den Schleier des Geheimnisvollen  um alte und streng gehütete Koch-Rezepte für uns.Liliana, Manuelas Mutter, würde uns im Gegensatz bestenfalls ein reizendes Lächeln schenken, würden wir sie nach Rezepten und Zutaten für ihre herrlichen Gerichte fragen – und das wär’s dann auch. Manuela verbrachte Teile ihres frühen Lebens in Chicago, heiratete dort (natürlich einen jungen Mann aus Lucca), brachte ihren ersten Sohn dort zur Welt und kehrte später mit ihrer Familie nach Lucca zurück. Wieder in Lucca begann sie ein lebhaftes Interesse an den alten Traditionen, Gebräuchen, der Familiengeschichte und somit auch an Lucca und seiner Umgebung zu entwickeln. In den letzten Jahren kam sie immer mehr in Kontakt mit Lucca Liebhabern aus aller Welt, die sehr interessiert waren an Traditionen, Geschichten und besonders den Kochrezepten der Region. Manuela erzählte also ihre Geschichten und begann zu verstehen, warum Menschen aus anderen Teilen der Welt und aus anderen Kulturkreisen so sehr an diesen Dingen interessiert waren. Dies hat sie letztendlich veranlasst mit dem Niederzuschreiben zu beginnen.

  • Machen Sie sich gefasst auf ihre wirklich lebhaften und aussagekräftigen Präsentationen. Möchten Sie mit Manuela, Autorin der Lucca Toskana Rezepte, Kontakt aufnehmen, wenden Sie sich gerne an uns.

Manuela in eigener Sache

"Ich beginne hiermit eine neue Rezepte-Sammlung für all meine Freunde, die etwas anderes und neues ausprobieren wollen, eigenständige und alte Toskana Kochkunst. Was bei diesem Ansatz herauskommt, gut oder weniger gut, ist alles miterlebt, denn die meisten Dinge, die ich festhalten werde, kommen aus meiner Kindheit in einer Familie, wo Großmutter Zita (die Hauptfigur der Geschichten) für die gesamte Familie kochte. Sie hatte natürlich keine der ausgeklügelten Geräte und Hilfsmittel von heute, und natürlich hatte sie keinen Supermarkt mit allen möglicherweise nötigen Zutaten zur Hand. Und dennoch brachte sie die schmackhaftesten Dinge auf den Tisch, die man sich vorstellen kann. Sie kochte entsprechend der Jahreszeit; sehr früh am Morgen schaute sie im Garten nach und entschied dann, was es am Tage geben sollte. Wir hatten immer Hühner, Kaninchen, Enten und bisweilen auch Truthähne. Einige davon mussten allerdings auf dem Markt in Lucca verkauft werden. Wir hatten aber immer Schweinefleisch das ganze Jahr über. Großvater Stefano pökelte die Schinken und machte „prosciutto“. Er machte auch Würste, Salami und andere Sorten, wie man sie nie im Supermarkt finden kann. Der Rest des Fleisches wurde unter Salz oder unter Schweinefett gelagert aufbewahrt. Beim Metzger ging Nonna Zita nur Fleisch kaufen, wenn jemand in der Familie krank war und sie Rinderbrühe machen musste.  Hühnerbrühe war einfach; sie ging nur in den Garten, schlachtete ein Huhn, und in wenigen Stunden war die Hühnerbrühe fertig.

  • Ein kleines Lebensmittelgeschäft wurde genutzt für den Kauf von wenigen Dingen wie Salz, Zucker, Kaffee, gemahlener Pfeffer und eine besondere Art Seife (Soda genannt), die sie für alles nutzte, was gewaschen werden musste – vom Geschirr bis zur Wäsche der Familie."