Anatra in Umido - Enten Eintopf

Zita bereitete dieses Gericht immer im Winter, wenn die Enten vom Hof schön dick und fett waren, nachdem sie im Sommer und Herbst das gesunde Korn  gefressen hatten und mit den anderen Tieren im Garten herumgeturnt waren. Zita hatte großen Respekt für alle ihre Tiere vom Hof; sie waren sehr wichtig geworden, konnte sie doch durch ihren Verkauf ein wenig Geld verdienen – und sie hatte zuvor stets genug für die eigene Familie abgezweigt. Die Enten lieferten ihren Beitrag mit größeren Eiern, größerer Leber und Magen sowie einer Fettschicht, mit der sie die besten Bratkartoffeln aller Zeiten machte. Sie hat das Fett immer bis zu einer leicht gefärbten Flüssigkeit geschmolzen und es dann für Bratkartoffeln, Omelette oder alles andere genutzt, was es zu braten gab. Sie konnte so eine Menge Olivenöl einsparen, und das Essen gewann eher noch an Geschmack. Ich weiß nicht, ob Zita einen hohen Cholesterin-Spiegel hatte, mein Vater hat nie etwas derartiges erwähnt – in jedem Fall haben Zitas Kinder nie darunter gelitten.

Für 6 Personen:

  • 1 große Ente (2 Pfund)
  • 2 mittlere Sellerie-Stangen
  • 3 Zehen Knoblauch, fein gehackt
  • 1 Löffel gehackter Salbei
  • 1 Löffel gehackter Rosmarin
  • Schale einer mittelgroßen Zitrone
  • 1 Tasse Weißwein
  • ½ Tasse gehackte rote Zwiebel
  • 1 Tasse extravergine Olivenöl
  • 1 Tasse herber Oliven (Toskaner grün oder schwarz)
  • 3 mittelgroße sehr reife Tomaten, in kleinen Stücken
  • 1 - – 2 Tassen Gemüsebrühe Salz und Pfeffer nach Gutdünken

Die Ente in kleinen Stücken über Nacht in Wein und Zitronenschale marinieren. Das Fleisch dann in einen Kochtopf (vorzugsweise Terracotta ) geben und den Wein auf dem Feuer verdunsten lassen. Nun alle restlichen Zutaten beifügen, außer den Tomaten und Oliven. Das Fleisch auf kleiner Flamme und unter Umrühren bräunen, dabei darauf achten, dass die Gemüse nicht anbrennen, hierzu die Brühe nach Bedarf zugeben. Nach etwa 30 Minuten die Tomaten zugeben, weiterhin umrühren.

Denken Sie daran, was Zita immer sagte: Die Gerichte nie alleine lassen, sie könnten sich vernachlässigt fühlen.

10 Minuten bevor man alles vom Herd nimmt, die Oliven und ggf. etwas Brühe beigeben.

- Es ist wiederum ein Gericht was hervorragend mit Polenta serviert werden kann, manche weichen auf Kartoffelbrei aus! Es wäre gut, einen Teller mit gutem italienischem Brot mit frischem Knoblauch und Olivenöl parat zu haben und das ganze dann mit einem guten Brunello oder Montepulciano „runterzuspülen“. Guten Appetit!