Tuscia Stimmung

Tuscia - Toskana, Umbrien, Latium - noch ein Geheimtipp

Entdecken Sie mit uns das Geheimnis umwobene Land der Etrusker Tuscia und die zum Teil bis heute noch nicht den Touristenströmen ausgelieferte und einmalige Eindrücke versprechende Kulturlandschaft Italiens - im Süden der Toskana, im Norden von Latium und im Westen von Umbrien. Vorschläge für Touren in Tuscia - einige von vielen Möglichkeiten:

1. Tour: Die Tuffsteinstädte in der südlichen Toskana

Sorano, Sovana, Saturnia, Pitigliano

2. Tour: Städte am Bolsena See, dem größten See Italiens vulkanischen Ursprungs

Bolsena, Montefiascone

3. Tour: Bemerkenswerte Gärten in Tuscia im Norden von Latium

Villa Lante, Park der Monster, Proceno und Tuscia -

von Cecilia Bisoni Cecchini (Castello Proceno) frei aus dem Italienischen übernommen von CC-Villas 

Tuscia ist ein Gebiet Italiens, das über die Jahrhunderte etliche Gebiets Veränderungen erfahren hat, bis es seine heutige Form erreichte; es umschließt nunmehr den südlichen Teil der Toskana, einst König- oder Langobarden Reich genannt, Teile von Umbrien, die früher das herzogliche Tuscia waren, und den nördlichen Teil Latiums, der Teil der antiken Römischen Tuscia war.
Den historischen sowie kulturellen Ereignissen hat es seine Besonderheiten zu verdanken, und die Einwohner haben Eigenarten entwickelt, die sie anders erscheinen lassen als die übrigen Italiener. Wir, die Einwohner von Tuscia, haben einen freien Geist. Der Einzelne ist fähig, auf sich allein gestellt alles zu erreichen. Jeder glaubt an sich selbst, lebt und kämpft für seine Überzeugung.
Individualismus ist unser größter Fehler und unsere größte Stärke. Eine Vision, ein Eindruck, eine Idee, ein Traum, eine Mythologie, eine Erinnerung - wie schwach und brüchig sie auch sein mögen, doch jeder von uns trägt ein Stück dieses Landes in sich selbst. Sie können es sich nicht vorstellen, aber Tuscia ist immer präsent, festgehalten in unserer Erinnerung und immer unterschiedlich. Lange oder kurze Fäden, bunt oder einfarbig, die eines riesigen Wandteppichs, den niemand je zu Ende weben wird. Bitteres antikes Land mit fröhlichen Burgen und Abteien, Etruskischen Gräbern und Romanischen Kirchen.
Wir wollen nun eine Reise mit Ihnen durch dieses magische Land unternehmen und von dem kleinsten Punkt auf der Landkarte beginnen; ein Ort wo Päpste, Kaiser und Gelehrte verweilten, ein Ort, der die größten der Geschichte gesehen hat:

Proceno

proceno-landschaft

Der Ursprung ist auf die Etrusker zurückzuführen, deren Leben von ihren Glauben bestimmt war. Die Grundpfeiler der etruskischen Religion war der Glaube an den göttlichen Willen eines jeden Natur Phänomens. Auch der Platz für die Gründung einer Stadt erfolgte gemäß der Auslegung der Priester Augur und Haruspices (Eingeweideschauer – auch bei den Römern immer Etruskischer Herkunft); sie lasen aus dem Flug freigelassener Vögel und den Eingeweiden getöteter Tiere.
Einer alten Legende gemäß begab sich Lucomone Porsenna, der bekannte etruskische König, im 4 Jh. v Chr. auf die Wildschwein Jagd in den Wald, wo heute Proceno liegt. Hier wurde er von einem riesigen, wütenden Eber angegriffen. Der König ließ sich nicht aus der Fassung bringen, noch fürchtete er sich, und kühn tötete er den Eber.
Bei der Untersuchung der Leber des Ebers las Haruspexes heraus, dass Porsenna eine Stadt gründen sollte, als Dank für seine glückliche Rettung.
Dieser Vorfall lieferte ein Element des Wappens von Proceno, den Kopf des Wildebers. Das zweite Element, der Halbmond, erinnert an die Teilnahme der Einwohner von Proceno an der Seeschlacht bei Lepanto im Jahre 1571, in der die Heilige Allianz, angeführt von Johann von Österreich und Andrea Doria, die Türken während des Kreuzzuges schlugen. Das dritte Element, die Schlüssel von St. Peter, erinnert daran, dass Proceno im Jahre 1157, von Mathilde von Canossa gestärkt und vergrößert, dem Befehl des Papstes auf Wohl und Wehe unterstellt wurde, und dies obwohl die Einwohner eher separatistische Ideen hatten und dem Heiligen Stuhl feindlich gesinnt waren.
Im Jahre 1340 wurde Proceno von den Truppen Kaiser Friederich II belagert, hatte aber die Möglichkeit seine nunmehrige Papsttreue zu beweisen und erhielt daher die Erlaubnis, die Schlüssel St. Peters seinem Wappen hinzuzufügen.

Tuscia und die Etrusker

Etrusker

Über ganz Tuscia kann man eine fast beständig magische Präsenz fühlen, eine Art Zauber: es ist die Allgegenwärtigkeit der Etrusker, die hier ihr bedeutendstes Zentrum hatten.
Die Blüte dieser Siedlungen während der Etrusker Zeit war sicherlich zurückzuführen auf ihre Schlüsselstellung zwischen dem Gebiet von Vulci (eine der größten Etrusker Städte an der Küste) und Chiusi, die zusammen mit Orvieto im Tiber Gebiet den Handel kontrollierten. Diese Region, durchzogen von Durchgangsstraßen, verband Tirrenien (Meer) mit den inländischen Städten von Etrurien. Diese unterlagen den verschiedensten Einflüssen, wie es die örtlichen Zeugnisse in interessanter Weise belegen.
Der Einfluss von Chiusi zeigt sich durch spezielle archäologische Funde, so z.B. Gräber mit Trennmauern, was typisch für das Gebiet um Chiusi ist.
Aus der hellenistischen Zeit stammen die Sarkophage mit mythischen Reliefs. Ebenso ist der Einfluss von Vulci sehr stark. Schon im 7. Jh. v Chr. kamen aus dieser bedeutenden Küstenstadt die verschiedensten Tonarbeiten, Urnen und andere typische Erzeugnisse (Vasen). Dies ist sicherlich auf die Vermittlung des erblühten Zentrums des Fiora Tales zurückzuführen; deren wichtigste Städte sind: Castro, Poggio Buco, Pitigliano, Sovana und Sorano.
Aus der Etrusker Zeit sind fast nur die Nekropolen erhalten geblieben. Alte Friedhöfe, die mit der Stille ihrer Fresken die Geschichte des etruskischen Volkes erzählen: Glauben, Kunst und Lebensgewohnheiten. Die Felsengräber in Tarquinia sind mit denen aus Tuscania die wichtigsten Zeugnisse des täglichen Lebens. Wenn Sie jedoch das Meisterwerk der etruskischen Gräber sehen möchten, müssen Sie nach Sovana gehen, wo die Nekropole durch das monumentale Grabmal von Hildebrandt (benannt nach dem Mönch, der später Papst wurde) beherrscht wird, das als Tempel gebaut wurde und dessen Säulen mit Menschenköpfen aus Stein geschmückt sind. Die Reise in die etruskische Welt kann bis ins Unendliche weitergehen. Doch kommt man von einem Platz zum anderen, so unterschiedlich sie auch sein mögen, der ihnen anhaftende Charme ist immer der gleiche.

  • Sie werden auch eine Welt entdecken, in der der Tod nicht dunkel, schwarz und düster ist, sondern voller Leben, fast wunderbar dem Leben zugewandt.
    „Hier lachte der Etrusker eines Tages und legte sich nieder.......
Es ist der Anfang eines Gedichtes des bekannten Dichters Vincenzo Cardarelli aus Tarquinia. Der Vers ist eine Dokumentation der Etruskischen Vorstellung des Todes: Ein Durchgang in eine überirdische Welt, in der Zeit sich nie ändert.

Nun wo wir Ihnen eine Vorstellung des Ursprunges von Proceno gegeben haben, möchten wir gerne die Umgebung erforschen, und mit uns werden Sie, im Umkreis von 50 km in diesem Teil Italiens, die wunderbarsten Dinge entdecken.

Saturnia

Saturnia Wasserfall bei der Mühle oder Gorello

Wir fangen mit den Thermalbädern an, um an das alte Sprichwort zu erinnern: „Aus dem Wasser kommt die Gesundheit“. Schon bei den Etruskern bekannt, und wie es die Heilquellen in Tuscia über die Jahrhunderte bewiesen haben mit ihrer regenerierende Kraft des schwefelhaltigem Wassers. Hier gibt es bezaubernde aber auch irritierende Betrachtungsweisen. Sei es für den Hauch eines Geheimnisses von weit her, den Sie erahnen, wenn Ihre Haut von dem lauwarmen Wasser aus den antiken Wasserfällen gestreichelt und gereinigt wird, wenn Ihre Gedanken zur Ruhe kommen, entrückt von der Hektik und dem Stress des täglichen Lebens.
Der Geschichte entsprechend war Saturnia die erste Stadt, die jemals auf unserer Halbinsel gebaut wurde. Ihr Ursprung ist mehr als geheimnisvoll, und ihre Legende aus dem Mittelalter mit dem ängstlich erwarteten Jahr 1000 wurde immer ausgeschmückter. Überall entsprangen geheimnisvolle Wasser, aus dampfenden bizarren Öffnungen verteilten sie den Geruch des Schwefels, der in allen Vorstellungen den Teufel ankündigt.
Die Chronik erzählt uns von einem Treffen der Hexen und Zauberer mit beschwörenden Sabbat Riten. Eine Szene, die sich niemand vorstellen kann, der heutzutage diese ruhige und freundliche Stadt besucht.
Saturnia.........

Bagno Vignoni

erscheint uns als mittelalterliches Dorf, das auf einem Wasser-Platz anfängt und endet, ein Kunstwerk, Natur und Glück; das Bassin mit Thermalwasser strömt Rauch und Dampf aus und ist von Gebäuden des 14. Jahrhundert umgeben. Von den Wassern gestärkt möchten wir Sie jetzt zu einem anderen Teil von Tuscia führen, ein Gebiet, in dem die liebenswertesten Gärten Italiens zu finden sind. Unter anderem die

Villa Lante in Bagnaia

Villa Lante in Bagnaia

ihr Park wurde von den berühmtesten Architekten der Renaissance entworfen, bekanntester unter ihnen Jacobo Barozzi, Vignola genannt. Das Wasser entspringt von oben aus der moosigen Grotte des Deluge und verläuft gerade von einer Fontäne zur anderen zum großen Becken des Platzes am Fuße des Hügels. Inmitten Wasserspeiern, feinen Wasserstrahlen und dem Geglitzer der vielen Fontänen haben unzählige Kardinäle gespeist.
Auf den breiten Umrandungen standen die Speisen, während das zentrale Bassin, das voll mit Wasser war, als erfrischende Kühle für die eleganten Abendessen während der heißen Sommermonate genutzt wurde. Und hier war es, wo Ludwig des XIV Gartenarchitekt André LeNotre von Ludwig XIV den Gebrauch des Holzes als Element des Gartens erlernte.
Französische Gärten sind künstlich angelegt, dagegen die italienischen Architekten nutzten jedoch die natürlichen Unebenheiten als Bühne und die Flüsse als Bühnenbild. Steine, Wasser, Immergrün: der Garten ist ein Symbol Edens, als Zentrum des Universums. Eden ist der Archetypus der Landschaft, die Garten wird.
Nicht weit entfernt von Bagnaia liegt Bomarzo mit seinem bekannten Park der Monster.
Villa Lante..............

Park der Monster

Monsterpark Bomarzo

Wenn Sie den Park der Monster betreten, kommen Sie in eine fantastische Welt, wo üppige Flora und menschliche Vorstellungskraft zusammentrafen um etwas Einmaliges in der Welt zu schaffen. Um Bomarzo zu verstehen, muss man über die Zeit des Entstehens bescheid wissen: das beginnende 16. Jahrhundert hatte eine Vorliebe für Riesen und Monster.
Alles was hier geschaffen wurde, wollte Eindruck machen: gigantische Tiere, große Figuren, Nymphen und Götter überall.
Es ist ein Park voller Monster, aber Sie werden mehr erstaunt als verängstigt sein, denn es erschreckt tatsächlich niemanden, nicht einmal die Kinder; im Gegenteil, sie vergnügen sich und haben Spaß.
Monsterpark Bomarzo..............

Nicht vergessen dürfen wir Orti Leonini in San Quirico d’Orcia, mit dem wohl typischsten Renaissance Garten.

Nun, ein paar Worte zu der Frankenstraße (Via Francigena) Wohl die älteste Straße Europas im Mittelalter vom Norden zum Mittelmeer. Die antike Konsularstraße Cassia lag weiter im Osten und war noch immer unter Byzantinischer Kontrolle; die Frankenstraße lag westlicher und wurde von den Pilgern genutzt, die nach Rom vom Norden kamen und dabei natürlich auch Tuscia durchquerten. In der Tat ist es in ganz oder weitgehend besiedelten Gebieten eher das „Symbol“, das zählt: durch Kirchen, abgelegene Klöster und ihre Abteien, alte Hospize und altes Straßenpflaster wird uns die Straße der Pilger von vor 1000 Jahren wieder gegenwärtig und lässt alte Kulturen und Traditionen auferstehen.
Unter den unzähligen Pilgern auf der Frankenstraße haben uns einige wenige Zeugnisse hinterlassen. Einer von ihnen war der Abt Sigerico aus Canterbury, der in einem Dokument aus dem Jahr 990 (es liegt in dem Britischen Museum in London) die Strecke Rom Canterbury in 79 „Beine“ unterteil
t. Mit sich auf dieser Straße führten die Menschen ihre Kultur, ihre Sprachen und gehörten zu der weitesten Gemeinde des Westlichen Mittelalters. Auch heute noch können Sie Teile und Relikte dieser Strecke finden, die doch einmal die Basis Europäischer Kultur war. Diese Straße flößt uns das Verlangen ein, das Wesen „der Vereinigung im Unterschied“ zu erforschen, welches sehr viel zu dem heutigen kulturellen Selbstverständnis beigetragen hat. Nunmehr ein paar Bemerkungen zu den Städten und Dörfern, die im Umkreis von einer Stunde Fahrt von Proceno entfernt liegen.

Pienza

Pienza Stadt Ansicht

Ein Platz der Ewigkeit ist die Stadt, die Pius II Piccolomini erträumt und gewollt hat, als Platz des Friedens mit einer inneren, nicht nur architektonischen Harmonie. Eine „Maschine der Glückseeligkeit“, ein kleiner Platz, aber reich an Raum, beeindruckend, das Herz der idealen Stadt. Vielleicht ist dies alles in dem lateinischen Wort „Concinnitas“ enthalten, wie es Cicero definiert: eine Synthese aus Eleganz, Symmetrie, Übereinstimmung des Ganzen mit seinen Teilen. Der Begründer dieses Meisterwerkes an der Grenze des Orcia Tales war Bernardo Gambarelli, genannt Rossellino.
Dieser Platz (Piazza) im Herzen der idealen Stadt ist wirklich ein Blick in das Paradies, Musik, die Suche nach Perfektion, mit seinen exakten Proportionen, in der Harmonie der Linien: in gleichen Maße in der Philosophie wie der Architektur. Hier befindet sich die Auferstehungskirche, an ihr vorbei kann man in die Weite der Landschaft mit ihren Tälern schauen; gegenüber befindet sich der Piccolomini Palast mit schönem Innenhof und komplett erhaltenen hängenden Gärten aus dem 15. Jahrhundert.
Von dem Garten hat man einen guten Blick auf die zauberhafte Loggia des Palastes, die mit Anmut und Schönheit im Einklang der Landschaft des darunter liegenden Orcia Tales steht. Gegenüber der Kathedrale nun das Rathaus, welches getreu dem Muster der toskanischen Paläste aus Loggia und zinnen umrandetem Turm besteht. Pienza ist das seltene Beispiel von etwas organisch Geplantem, wo nichts dem Zufall überlassen wurde, eben die Verwirklichung der idealen Stadt, getragen von den humanistischen Ideen des 15. Jahrhunderts.
Wer durch die Straßen schlendert findet eine friedliche, freundliche Atmosphäre vor, auch in den Dingen des normalen Alltages; auch in dem Käse und Wein, der einem aus allen Fenstern entgegen winkt.
Pius II „Maschine“ arbeitet wirklich noch.

Montepulciano

montalcino-wein-lese

Liegt nur 8 km von Pienza entfernt. Was man hier vom Rathausturm sehen kann, ist eine alte, andere Welt, die keine Grenzen zu haben scheint; die Luft flirrt und die Winde verwirren. Überall sind die Landschaften reizend und zauberhaft, aber in Tuscia ist man an kleinere Dimensionen gewöhnt, menschlichere, die dem Geist dafür erlauben in höhere Dimensionen der wirklichen Unendlichkeit vorzudringen.
Steigen wir also vom Turm herunter und gehen auf die Piazza und die Straßen. Der erste Eindruck vermittelt uns die Schönheit der Renaissance in ihrer Hochblüte, ganz von sich selbst überzeugt und ihrem Dasein in aller Ewigkeit. Die Säule erinnert uns an das Jahr 1511, als Montepulciano unter die Herrschaft von Florenz zurückkehrt, nach 16 Jahren unter Siena, und die Bürger anfingen, ihre Häuser von den besten Architekten bauen zu lassen.
So wurde auch der Tempel des heiligen Biagio, der über einen steilen Hang schaut, von Antonio da San Gallo il Vecchio zwischen 1518 und 1548 außerhalb der Mauern erbaut.
Dies wurde zum Symbol einer neu erahnten Freiheit für das Volk, das aus Sicherheitsgründen noch innerhalb der Mauern leben musste, jedoch in der Lage war, auch den Platz außerhalb zu beherrschen.
Einige Mauerfunde an beiden Seiten des Palastes Bucelli erinnern uns an die etruskische Entstehung von Montepulciano und, dies nicht als Zufall, gegründet von demselben Porsenna, der auch Proceno gegründet hatte.
Montepulciano und sein Filmlandschaft..............

Orvieto

Orvieto Stadt Ansicht

Hat man, von der Via Cassia kommend, die Anhöhe nach der letzten Steigung erreicht, liegt vor einem plötzlich die Stadt, hoch auf ihrem Tuff Plateau erscheint sie aus dem Grün herausgewachsen. Nur auf diesem Wege kann man sofort ihre Struktur erkennen, kompakt und doch so harmonisch mit den warmen Ton in Ton Farben der alten Häuser und Dächer (es herrschen Natur- und Backsteine vor).
Wie sich aus allem der Dom heraushebt, fast unproportioniert, von Riesenhand zwischen die engen Gassen und Plätze gesetzt als einziges wirkliches Monument der Stadt.
Und nur nachdem man das ganze in seinem Ausmaß gesehen hat, ist man darauf vorbereitet, wenn man plötzlich vor der Fassade des Domes steht. Die Kathedrale ist angefüllt mit bemerkenswerten Werken. Es reicht, die Fresken des Antichristen und das letzte Gericht von Luca Signorelli in der S. Brizio Kapelle zu erwähnen, die Michelangelo inspiriert hat, die Sixtinische Kapelle zu gestalten, und die einen betroffen zurücklässt durch ihre auch heute noch zeitgemäße Aussagekraft.

Viterbo

Man geht durch das Zentrum von Viterbo und fühlt sich zurück versetzt in eine Zeit des dunklen Mittelalters und dies, weil die Stadt in einer Zeit entstand, in der sie heiß umkämpft war zwischen Papst und Kaiser.
Doch die Geschichte ist viel länger, sie fängt mit den Etruskern an und geht weiter mit den Langobarden, Franken und Friedrich Barbarossa.
Zwischen Belagerungen, Kämpfen und Verschwörungen erwuchs die Architektur der Stadt, um das Juwel zu werden, das auch heute noch Gelehrte und Reisenden aus aller Welt fasziniert.
Man sollte durch das mittelalterliche Viertel San Pellegrino schlendern, das auch heute noch unglaublich intakt ist mit seinen lebendigen alten Straßen und Gassen, wo Kunsthandwerker und Antiquare ihre Waren anbieten.
Geschlechtertürme und Außentreppen, die zu der Haupteingangstür mit Balkon führen, sind die Besonderheiten dieser alten Stadt, die auch zum Teil eine besondere Eleganz aufweist. Das Herz von San Pellegrino ist die Piazza San Lorenzo mit der Kathedrale und dem Papst Palast; hier wurde im Jahre 1271 von den Kardinälen Papst Gregor X gewählt.
Dieser Akt hat sage und schreibe unglaubliche 33 Monate gedauert. Und nur weil die Bevölkerung aufhörte, Lebensmittel zu liefern und auch noch das Dach abdeckte und damit die Kardinäle Wind und Wetter aussetzte, konnten diese sich endlich auf einen Kandidaten einigen.
Hier eine alte Beschreibung von Viterbo: „Eine Stadt mit schönen Frauen und schönen Brunnen“
. Nicht von ungefähr heißt eine enge Gasse, die es heute noch gibt: Vicolo Baciadonne (Küssfrauen Gasse) und dies, weil es vollkommen unmöglich ist, hier aneinander vorbeizugehen, ohne sich zu berühren.
Was die Brunnen angeht, so gibt es über 90 in den Straßen, Plätzen, Höfen, Mauern und Gärten, alle funktionieren. Viterbo hat den Reichtum von über 20 Quellen. Alle wurden zwischen dem 12. Jahrhundert und der Renaissance gebaut. Die Brunnen waren im Mittelalter eng mit den Kirchen verbunden, zu denen sie gehörten: es gab ein striktes Gesetz über ihre Nutzung, Gebrauch und Instandhaltung. Zu den Brunnen gehörten auch die Waschbassins, oftmals neben den Brunnen gelegen; 10 von ihnen sind verschwunden, einige wurden restauriert, 8 werden auch heute noch genutzt und sind so wie in früheren Zeiten ein Treffpunkt des täglichen Lebens.

Bolsena

Bolzen Kirche Santa Christina

Eine wichtige Etrusker Stadt an den Ufern des größten Sees vulkanischen Ursprungs (Lago di Bolsena) in Italien. An seinen Ufern wurden die Überreste einer Besiedlung aus der Bronzezeit gefunden. Bolsena war über die Jahrhunderte Etruskisch, Römisch, Langobardisch, Päpstlich und kam dann unter die Herrschaft Orvietos und wiederum danach ab 1471 unter die Päpstliche. Über all dieses sind unzählige Relikte erhalten geblieben, deren Anfänge in den Archäologischen Gebieten zu finden sind. Bolsena als Stadt wird dominiert von dem Monaldeschi Schloss, das zwischen dem 12. und 13. Jahrhundert erbaut wurde und nunmehr das Heimatkunde Museum beherbergt.
Eines der größten Wunder der Christlichen Welt fand in der Kirche Santa Christina in Bolsena statt: Das Wunder des Körper des Herrn. Später wurde es von Raffael gemalt. Die Kirche Santa Christina ist auf einem Netzwerk von Katakomben errichtet, das zum größten Teil bis heute noch nicht erforscht ist.
Bolsena Stadt und See..............

Montefiascone

Montefiascone Lago Bolsena

Ganz früher war die gesamte Gegend mit Vulkanen übersät. Hoch über dem größten Krater, dem heutigen Lago die Bolsena, thront Montefiascone. Seine Einwohner sind großzügig, kreativ und ein wenig verrückt. Wohl Etruskisches Erbe? In seinem Wappen finden sich tatsächlich der Sieg „der Freude des Lebens“: zwei Zweige, ein Lorbeer und eine Eiche umfangen die sanften Hügel mit einem Fass auf der Spitze
. Von seiner Befestigung, 1207 erbaut, hat man einen atemberaubenden Blick, so als wären der See, die Hügel mit den Olivenbäumen und den Weingärten und die bläulichen Berge, die die Ebenen umschließen, der natürliche Rahmen des idealen Parks. In der Stadt selbst kann man noch die erhaltene Renaissance sehen: Paläste und Plätze, oft mit einer Kirche im Zentrum, sowie schmale verwunschene Gärten.
Ein architektonisches Juwel ist San Flaviano aus dem 12. Jahrhundert, entstanden aus zwei über einander liegenden Kirchen mit einem wunderschönen Fresko, das San Flaviano zeigt, wie er auf einem weißen Pferd reitet und eine Fahne mit dem Kreuz trägt. Die dritte Kapelle enthält den Sarkophag von Johannes Fugger, der auf seinem Weg nach Rom im Jahre 1110 seinem Kaiser Heinrich V folgte und durch Tuscia eine private „Wein Tour“ machte. Ein ergebener Diener eilte ihm voraus mit dem Auftrag, den Wein der Schenken zu probieren und zu kennzeichnen: „Est“, was so viel heißt „der Wein hier ist gut“. Als er in Montefiascone ankam, fand er den Wein so gut, dass er „Est“ drei Mal schrieb. Seither heißt der bekannteste Wein dieser Gegend, Est Est Est. Johann Fugger sprach diesem Wein so gut zu, dass er dem üppigen Genuss erlag. Er hinterließ aber fürsorglich zehn tausend Gold Mark mit der Auflage seines Todestages zu gedenken; bei den Jährungen dieses Tages sollte Wein über sein Grab gegossen werden. Die Quasten seines in Stein gemeißelten Kissens haben die Form von Weingläsern.
Montefiascone Lago Bolsena..............

Tuscania

Tuscania

Eine Landschaft von unvorstellbarer Schönheit. Von der Straße kann man schon die beeindruckenden Reste der starken Festung und einer Apsis sehen. Der Platz, auf dem die Kirche gebaut worden war, zeigt Überreste eines Etruskischen Tempels aus dem 8 Jh. v Chr. Hier war das politische und religiöse Zentrum zuerst der Etrusker, danach das der römischen Stadt. Im 1. und 2. Jh. v Chr. kam Tuscania unter römischer Herrschaft, dann kam es 574 in den Machtbereich der Langobarden, wo es bis 787 verblieb, bis Karl der Große die Stadt an Papst Adriano I übergab. Im 12. Jh. wurde auf dem San Pietro Hügel, dem schönsten Teil von Tuscania, eine starke Befestigungsanlage gebaut. Um die Kirche und den Bischofs Palast wurden etliche Verteidigungstürme errichtet, drei von ihnen sind noch erhalten und erinnern an die strategische Bedeutung dieses Ortes.

Die Tuffsteinstädte

Wenn man von Tuscania Richtung Montalcino fährt, kommt man nach Sorano, eine Etruskische Stadt reich an Geschichte, Architektur und kleinen Läden; danach nach Pitigliano, der größten der Etruskischen Städte auf Tuffstein; mit ihren steil abfallenden Hängen scheint sie wie aus dem Boden der Maremma gewachsen. Pitigliano ist die am spektakulärsten gelegene Stadt im Fiora Tal. Genießen Sie das Ambiente, die Geschäfte, Museen, den Dom und wundern Sie sich bitte mit uns, dass keines der Gebäude über die Klippen stürzt.

Montalcino

Montalcino Stadt und Wein

Kommt man von der Via Cassia, gibt die Stadt ein wirklich beeindruckendes Bild ab. Die Befestigungsanlage beherrscht die Stadt; die hügeligen Wälder, die Weingärten und die Olivenhaine erscheinen wie ein Renaissance Bild. Doch wie auch immer, bekannt ist die Stadt durch ihre Landwirtschaftliche Qualität, die ihr Reichtum und Arbeitsplätze verschafft. Montalcino und Brunello verschmelzen zu einer Symbiose; und zur selben Zeit sind sie das Symbol eines ungewöhnlichen Italiens geworden: Arbeit wird still erledigt, nichts her machend und harmonisch dem Verlauf der Jahreszeiten folgend, Schritt für Schritt und ganz natürlich. In Montalcino, das seinen Wohlstand mit Sangiovese und Brunello verbunden hat und es zu einem Italienischen Bordeaux machte, sollte man nicht versäumen in das Museum Diocesano zu gehen, einem Juwel, das Holzskulpturen, Meisterwerke auf hohem kulturellen Niveau beherbergt. Der Wein ist seine heutige Darstellung, die Kunstwerke im Museum jedoch zeigen die herausragende Bedeutung der zweit wichtigsten Stadt der Sienesischen Geschichte. Und wer kennt nicht den Brunello di Montalcino!

Über Casstello Proceno, dem Verfasser

Mit dieser kleinen Beschreibung wollten wir Sie mit Tuscia bekannt machen, damit Sie das Land und die Umgebung der kleinen Stadt Proceno kennen lernen. Die unzähligen Jahrhunderte scheinen den Charakter der Einwohner nicht verändert zu haben, immer sind sie freundlich zu denen, die ihre Stadt besuchen.
Touristen aus aller Welt haben Proceno gewählt, um Ruhe und Frieden zu genießen, Kunst und Kultur zu atmen, ohne auf den gewohnten Komfort zu verzichten – wie im Castello, so finden Sie dies auch in „Il Giulione“, dem ehemaligen Jagdsitz inmitten der atemberaubend schönen Landschaft mit dem unverkennbaren Blick auf den Monte Amiata. Zusammen mit den Speisen und Weinen hoher Qualität, den alten Traditionen entsprechend, servieren wir Ihnen köstliche Speisen mit den besten Weinen Italiens im Restaurant neben dem Pool oder in der Wein Bar (Enotheka) im romantisch alten Gemäuer des Castellos.

Schauen Sie auch auf die Links unter Tuscia auf der rechten Linkleiste, hier finden Sie weiteres zu Tuscia!

Arrivederci in Tuscia